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Bei einem Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri radialis) hat man am Ellenbogen des Schlagarmes als typische Sportschaden infolge mechanische. Überbeanspruchung in diesem Areal Schmerzen. Kleine Risse in den Sehnen, die die Muskeln mit dem Knochen verbinden, sind die Ursache dieser Schmerzen.
Die effektivste Therapieform für Tennisarm ist noch unklar. Tennisellenbogen wird in ärztlichen Praxen meistens mit Kortison-Spritzen oder Physiotherapie behandelt, während z.B. klinische Leitlinien in Holland zunächst Abwarten und Beobachten (wait-and-see policy) empfehlen. Die folgende Studie vergleicht die Effektivität der verschiedenen Therapiemethoden bei Tennisellenbogen.
In dieser Studie aus Holland erhielten 185 Patienten mit Tennisellenbogen-Schmerzen, die mindestens 6 Wochen anhielten, randomisiert entweder Kortisonspritzen, Physiotherapie oder keine Therapie (Wait-And-See-Gruppe). Primäre Endpunkte waren Verbesserung der Schmerzen, Ellenbogen-Funktionalität und Patientenzufriedenheit. Die Patienten wurden kontinuierlich ein Jahr lang in verschiedenen Intervallen untersucht.
Nach 6 Wochen war die Therapie mit Kortison-Spritzen (92%) erfolgreicher als Physiotherapie (47%) und die Wait-And-See-Gruppe (32%). Jedoch die Rate fürs Wiederauftreten der Beschwerden lag bei der Kortisontherapie-Gruppe wesentlich höher. Nur bei 69% der Patienten in der Kortisontherapiegruppe war die Behandlung nach einem Jahr weiterhin erfolgreich (vs. Physiotherapie-Gruppe 91% und Wait-And-See-Gruppe 83%). Physiotherapie hatte nach einem Jahr höhere Erfolgsrate als die Wait-And-See-Gruppe, aber der Unterschied war nicht signifikant.
Kommentar: Die Autoren empfehlen, Patienten mit Tennisellenbogen über die Vor- und Nachteile der Therapiemethoden zu informieren. Die Patienten sollen Ihre Therapieoptionen nach eigenen Prioritäten treffen, ob sie kurzen oder langfristigen Therapieerfolg wünschen, und welche Therapiemöglichkeiten vorhanden sind
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