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SZ vom 30.5.06, von SZ-Mitarbeiter Sascha Sprenger
Die Damen des TC Merzig sind auf dem besten Weg, den direkten Wiederaufstieg in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zu schaffen. Am Sonntag bezwangen sie ihren härtesten Verfolger aus Saarbrücken deutlich. Im Gefühl des sicheren Aufstiegs laufen bereits die Planungen für die kommende Saison auf vollen Touren. Aber auch bei den Herren soll bald wieder überregional gespielt werden.
Es sollte das Spitzenspiel in der Tennis-Verbandsliga der Damen werden. In Merzig trafen am Sonntag die bisher noch ungeschlagenen Mannschaften des Gastgebers sowie von Blau-Weiß Saarbrücken aufeinander. Doch am Ende war es nicht mehr als eine Pflichtaufgabe für die Merziger Damen, die ganz souverän mit 19:2 Spielpunkten die Oberhand behielten. Die Gäste waren ohnehin nur mit fünf Spielerinnen gekommen, zu den Doppeln traten sie erst gar nicht mehr an.
Zwei Spieltage vor Schluss sind die Merziger Damen damit kaum noch aufzuhalten. Zu deutlich dominieren sie die Liga, gaben bisher nie mehr als ein Einzel oder Doppel ab. "Da wir nicht vorhaben, in den letzten beiden Partien irgendwie ersatzgeschwächt anzutreten, sollte der Titel nur noch eine Pflichtaufgabe sein", freut sich Trainer Frank Wagner. Also ist der Sekt für die Aufstiegsfeier schon kalt gestellt, die Planungen für die kommende Saison in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar laufen auf Hochtouren. Und das sollte auch so sein, wenn man dort bestehen will. Das musste der TC Merzig vor zwei Jahren am eigenen Leib erfahren, als er trotz dreier gewonnener Spiele aus der Oberliga absteigen musste - wegen eines einzigen Matches. Denn der klare Sieg gegen Absteiger Bad Ems kam nicht mehr in die Wertung, da der seine Mannschaft noch zurückzog. "Das lief schon alles sehr ominös ab und wurde letztlich erst am grünen Tisch entschieden. Zum Nachteil von uns", ärgert sich Frank Wagner noch immer.
Damit das nicht mehr passiert, will sich Wagner sehr schnell nach den passenden Verstärkungen umsehen. Eine ausländische Spitzenspielerin sei in der Oberliga einfach unverzichtbar. "Wenn man überregional bestehen will, geht es einfach nicht anders", erklärt er. Da die Tschechin Vera Kostelnikova in der vergangenen Saison die Erwartungen nicht erfüllen konnte, sucht der Verein nun eine Spielerin stärkeren Kalibers. Mit einer Italienerin steht Wagner bereits in Verhandlungen. Einen Namen will er aber noch nicht nennen. "Nur so viel: Sie ist 19 Jahre alt, steht in der Weltrangliste um Platz 900. Und bei allem, was ich gesehen habe, spielt sie klar stärker als Vera." Bei einer Neuverpflichtung soll es aber auch bleiben. Denn die saarländischen Spielerinnen Olga Baginski, Vanessa Schäfer, Maike Bastian, Verena Sempff, Yvonne Linicus und Sarah Eckert hätten sich in den vergangenen Monaten enorm weiterentwickelt und seien nun stark genug, um sich in der Oberliga zu etablieren. Und genau das ist auch das Ziel des TC Merzig, sei es im Damen- oder im Herrenbereich: "Wir wollen uns mit den Damen und den Herren längerfristig in der Oberliga etablieren und dabei verstärkt auf die eigenen Talente bauen", stellt Wagner das Konzept für die kommenden Jahre vor. Dazu passt auch die Verpflichtung der Triererin Helena Thiel. Die Zwölfjährige gilt als eines der größten deutschen Talente und belegt in der Deutschen Rangliste ihrer Altersklasse Rang zehn. Während die Damen schon fast durch sind, müssen die Herren noch einmal alles zeigen: Zwar sind die Merziger ebenfalls Tabellenführer in der Verbandsliga, müssen aber am 5. Juni zum ebenfalls noch ungeschlagenen TC Rotenbühl. Ein Sieg dort - und der TC Merzig wäre mit beiden Aktiventeams da, wo er hin will. "Wir wollen uns mit den Damen und den Herren längerfristig in der Oberliga etablieren und dabei verstärkt auf eigene Talente bauen", meint Frank Wagner, Trainer beim Tennisclub Merzig.
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