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Merzig. Magda Mihalache lächelt glücklich und zufrieden. Auch wenn Olena Antypina aus der Ukraine in Diensten des TC Andernach die Spitzenspielerin des TC Merzig weit längerte, als ihr lieb sein konnte. Trotzdem holte die 25-Jährige beim 7:5 und 7:6 zwei wichtige Punkte zum 12:9-Erfolg am zweiten Spieltag, einem von bisher zwei Saisonsiegen. Es war das schwerste Spiel für Mihalache im Verlauf der aktuellen Oberliga-Saison. Dass sie so kämpfen muss, ist in der Oberliga die Ausnahme. "Das ist mit die stärkste Spielerin hier in der Liga, da war ein knappes Match vorprogrammiert", erklärt Mihalache. Alle anderen Einzel konnte die Rumänin, die mit ihrem Trainer Dietmar Rau verheiratet ist und zwischen den Turnierreisen in Saarbrücken wohnt, locker und leicht gewinnen.
Die aktuelle Nummer 256 der Weltrangliste spielte schon in der Bundesliga für Mannheim und entschied sich vor der Saison doch, in die "Niederungen" der Oberliga zu gehen. Dafür schlug sie auch ein Angebot des Zweitligisten TC Bous aus. "Ich spiele etwa 25 Turniere im Jahr. Da passen sieben harte Spiele in der 2. Bundesliga einfach nicht in mein Konzept", sagt sie offen.
So ist sie bisher die Garantin dafür, dass der TCM das Saisonziel Klassenverbleib noch erreichen kann. "Ich bin sehr motiviert, für Merzig alles zu geben. Alle hier sind unglaublich nett, ich war positiv überrascht. Der Verein und die Sponsoren stehen hinter der Oberliga-Mannschaft. Und wenn man sich mit den Mannschaftskameradinnen gut versteht, dann kämpft man einfach noch ein bisschen mehr, wenn es eng wird." Das ist zum Saisonende auch nötig, wenn der Aufsteiger nicht gleich wieder absteigen will. Die Partie gegen Bad Neuenahr am Sonntag (10 Uhr) auf eigener Anlage wird die Entscheidung bringen. Ein Sieg - und der Klassenverbleib dürfte in trockenen Tüchern sein. Bei einer Niederlage ist Zittern angesagt.Mihalache ist zuversichtlich: "Mittlerweile können die Mädels mit dem Druck ganz gut umgehen. Das war nur am ersten Spieltag in Frankenthal nicht der Fall, seitdem geht es. Also glaube ich, dass wir die Oberliga halten können." Wenn das geklappt hat, wird sie sich wieder verstärkt den Weltranglistenturnieren widmen, von denen sie bisher fünf im Einzel und zwölf im Doppel gewinnen konnte. "Zuerst kommen ein paar kleinere Turniere", verrät Dietmar Rau. "Denn im Frühjahr lief es von den Ergebnissen her nicht zufriedenstellend. Aber jetzt ist sie wieder gut drauf." Von Pessimismus kann bei Familie Mihalache also keine Rede sein. "Die Mädels können mit dem Druck mittlerweile gut umgehen."
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