Ausführen des Vorhand Volleys

Autor:
Dirk Ludwig
DTB - A - Traine
Referent im DTB
Co - Ausbildungsleiter und Referent im Saarländischen Tennisbund 

Bericht erschienen in “Tennissport” 3.2020

Sehr viele Spielerinnen und Spieler haben Probleme beim korrekten Ausführen des Vorhand Volleys, man beobachtet sehr häufig ein viel zu langes Ausschwingen nach dem Treffen des Balles. Oft ist hier ein Beschleunigen des Schlägerkopfes erst nach dem Treffen des Balles zu beobachten. Um dem entgegen zu wirken, empfiehlt sich eine relativ einfache Methode mit einem Ball in der freien Hand. 

a-Vorhand-1
a-Vorhand-2
a-Vorhand-3

In der Ausgangsstellung steht der Schüler mit dem Ball in der freien Hand am Schlägerhals, Griffhaltung kann der Semicontinental- oder Continentalgriff sein.

 Beim Anfliegen des gegnerischen Balls dreht sich die Schulterachse mit der freien Hand zum Ball hin, der Schläger wird nur kurz zur Seite etwas über den späteren Treffpunkt zurückgenommen. Beim Treffen des Balles etwas seitlich vor dem Körper soll der Schläger kurz geblockt werden, um ein Durchschwingen zu vermeiden.

Hier kommt jetzt der Ball in der freien Hand kurz nach dem Treffpunkt zum Einsatz, er soll zwei- bis dreimal auf den Knauf des Schlägers kurz geprellt werden, wobei die Schlägerfläche leicht geöffnet in etwa parallel zum Netz verharren soll. Man kann dies auch ohne Ball mit der flachen Hand z. B. ausführen. Der Schüler visualisiert dadurch genau, wie der Schlägerkopf im Treffpunkt und kurz nach dem Treffen des Volleys stehen bleibt.

So soll im Idealfall das weite Durchschwingen des Schlägers vermieden und die kurze Beschleunigung des Schlägers zum Treffpunkt hin optimiert werden.